Zink für Kinder – sichere Dosierung und Bedeutung für die Entwicklung

Zink wurde bereits im 18. Jahrhundert als Metall isoliert. Heute weiß man, dass es sich um ein lebenswichtiges Mineral handelt, das im gesamten Organismus vorkommt und an der Funktion von Hunderten von Enzymen und regulatorischen Proteinen beteiligt ist. Eine ausreichend hohe Zufuhr ist unter anderem in Phasen intensiven Wachstums und der Pubertät von Bedeutung. Das Thema Zink ist besonders wichtig für die Ernährung von Kindern, da sich ihr Bedarf in dieser Phase am stärksten verändert und gleichzeitig die Ernährungsgewohnheiten geprägt werden.

zink

  1. Die Bedeutung von Zink für die Entwicklung
  2. Zink in der Ernährung des Kindes
  3. Zinkergänzung

Die Bedeutung von Zink für die Entwicklung

Zink ist ein Mineralstoff, der in vielen Strukturen und Systemen des Körpers vorkommt. Von besonderer Bedeutung ist seine Rolle bei der Synthese der Desoxyribonukleinsäure, also der DNA, sowie beim Zellteilungsprozess. Zink trägt zudem zur Aufrechterhaltung einer normalen Proteinsynthese bei, was mit der Gewebeentwicklung, der Zellerneuerung und dem Verlauf vieler Wachstumsprozesse zusammenhängt.

Seine Anwesenheit ist zudem wichtig für die Funktion des Immunsystems, das sich bei Kindern noch in der Reifephase befindet und ständig mit neuen Umweltreizen konfrontiert ist. In der Fachliteratur wird auch der Zusammenhang von Zink mit dem normalen Stoffwechsel der Makronährstoffe und den Energieumwandlungen hervorgehoben, was in Zeiten intensiver Aktivität, des Lernens und der psychophysischen Entwicklung von Bedeutung ist.

Zink wird auch im Zusammenhang mit der Erhaltung eines gesunden Zustands von Haut, Haaren und Nägeln diskutiert. Es ist jedoch anzumerken, dass es sich hierbei nicht um einen selektiv oder punktuell wirkenden Nährstoff handelt, sondern um einen Stoff, der vom Körper täglich in zahlreichen Stoffwechselprozessen verwertet wird.

Zink in der Ernährung des Kindes

eine Frau mit einem Kind

Gemäß den Ernährungsrichtlinien für die polnische Bevölkerung steigt der Zinkbedarf bei Kindern mit zunehmendem Alter. Die empfohlene Zufuhr beträgt 3 mg pro Tag im Alter von 1 bis 3 Jahren, 5 mg im Alter von 4 bis 9 Jahren und 8 mg im Alter von 10 bis 12 Jahren. In den älteren Altersgruppen unterscheiden sich die Werte bereits nach Geschlecht und betragen 9 mg bei Mädchen sowie 11 mg bei Jungen im Alter von 13 bis 18 Jahren.

Die Hauptquelle für die Zinkversorgung von Kindern sollte eine ausgewogene Ernährung sein, die auf einer Vielzahl von Lebensmitteln basiert. Zu den wichtigsten Zinkquellen zählen Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte sowie bestimmte Getreideprodukte, Hülsenfrüchte, Kerne und Nüsse, obwohl die Bioverfügbarkeit von Zink aus pflanzlichen Lebensmitteln geringer ist. Dies hängt unter anderem mit dem Vorhandensein von Phytaten zusammen, die die Aufnahme bestimmter Mineralstoffe aus dem Verdauungstrakt einschränken.

"Zink ist nicht nur für die Gesundheit des Menschen, sondern auch für die der Tiere von großer Bedeutung. Die empfohlene Dosis sollte nicht überschritten werden – im Durchschnitt benötigt ein Mensch täglich etwa ein Dutzend Milligramm Zink. Der Bedarf kann bei Sportlern und Menschen im Alter von 50 bis 70 Jahren höher sein, und Alkohol sowie Diuretika verstärken den Zinkverlust über den Urin erheblich." Łukasz Domeracki – Ernährungsberater

Das bedeutet jedoch nicht, dass sich die Ernährung eines Kindes ausschließlich auf eine einzige Produktgruppe stützen muss, sondern zeigt, wie wichtig eine ganzheitliche Beurteilung der Ernährungsweise, ihrer Vielfalt und Regelmäßigkeit nach wie vor ist. Eine Zinkergänzung sollte weder als Standardmaßnahme in der Betreuung eines gesunden Kindes noch als einfacher Weg zur Stärkung des Immunsystems oder zur Förderung des Wachstums ohne vorherige ärztliche Beurteilung betrachtet werden. Bei Kindern sollte die Entscheidung über die Einnahme eines Präparats auf einer Rücksprache mit dem Kinderarzt beruhen, der das Alter, die Ernährungsweise, den Gesundheitszustand, die eingenommenen Medikamente sowie die Angemessenheit einer solchen Maßnahme berücksichtigt.

Geschätzter Zinkgehalt in ausgewählten Lebensmitteln

Produkt

Zinkgehalt pro 100 g

Rindfleisch, mager, gekocht 

~5-10 mg

Kürbiskerne, getrocknet/geröstet

~7 mg

Sesam, getrocknet

~7 mg

Mandeln

~3-4 mg

Zinkergänzung

Auf dem Markt sind verschiedene Zinkformen erhältlich, darunter Gluconat, Citrat, Picolinat oder Sulfat, und die Präparate können in Form von Tropfen, Sirup, Lutschtabletten oder Kapseln vorliegen. In Nahrungsergänzungsmitteln für Kinder ist Zink meist in Dosierungen von etwa 5 bis 10 mg pro Tagesdosis enthalten. Eine übermäßige Zinkzufuhr kann mit Nebenwirkungen einhergehen und den Stoffwechsel anderer Mineralstoffe, insbesondere von Kupfer, stören sowie in manchen Fällen auch die Verträglichkeit des Magen-Darm-Trakts beeinträchtigen.

Besondere Vorsicht ist geboten, wenn ein Kind gleichzeitig mehrere Vitamin- und Mineralstoffpräparate einnimmt, da es dann leicht passieren kann, dass die Dosierungen aus verschiedenen Quellen unbewusst addiert werden. Aus Sicht der Eltern besteht der sicherste Ansatz daher darin, in erster Linie auf die Ernährung zu achten, nicht zu versuchen, Mangelzustände selbst zu diagnostizieren und Nahrungsergänzungsmittel nicht als Standardlösung zu betrachten, sondern als individuell abgewogene Maßnahme nach Rücksprache mit einem Facharzt.

Quellen:

  • Krebs, N. F., Miller, L. V., & Hambidge, K. M. (2014). Zinc deficiency in infants and children: a review of its complex and synergistic interactions. Paediatrics and international child health, 34(4), 279–288. https://doi.org/10.1179/2046905514Y.0000000151
  • Stammers, A. L., Lowe, N. M., Medina, M. W., Patel, S., Dykes, F., Pérez-Rodrigo, C., Serra-Majam, L., Nissensohn, M., & Moran, V. H. (2015). The relationship between zinc intake and growth in children aged 1-8 years: a systematic review and meta-analysis. European journal of clinical nutrition, 69(2), 147–153. https://doi.org/10.1038/ejcn.2014.204
  • Strand, T. A., & Mathisen, M. (2023). Zinc - a scoping review for Nordic Nutrition Recommendations 2023. Food & nutrition research, 67, 10.29219/fnr.v67.10368. https://doi.org/10.29219/fnr.v67.10368
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