Eisen ist ein Mineralstoff, der unter anderem für die ordnungsgemäße Bildung roter Blutkörperchen und von Hämoglobin sowie für den Sauerstofftransport benötigt wird. Es handelt sich um einen Mineralstoff, der über die Nahrung aufgenommen wird, wobei es je nach Herkunft des verzehrten Produkts große Unterschiede in der Resorbierbarkeit gibt. Auf dem Markt für Nahrungsergänzungsmittel sind zahlreiche Eisenpräparate erhältlich, die sich ebenfalls in ihrer chemischen Form und der Art der Eisenverarbeitung unterscheiden. Eine dieser Lösungen ist Sukrosom-Eisen.
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- Die Rolle von Eisen im Körper
- Eigenschaften von Sukrosom-Eisen
- Eisenquellen
- Die Verwertung von Eisen hängt von der Zusammensetzung der Mahlzeit ab
- FAQ
Die Rolle von Eisen im Körper
Eisen erfüllt im Körper mehrere wichtige Funktionen. Eine der bekanntesten ist seine Beteiligung an der normalen Bildung von roten Blutkörperchen und Hämoglobin. Hämoglobin ist ein Protein in den roten Blutkörperchen, das den Sauerstofftransport im Blut ermöglicht. Aus diesem Grund trägt Eisen auch zum normalen Sauerstofftransport im Körper bei. Dieses Element ist zudem am normalen Energiestoffwechsel beteiligt, also an den Prozessen, die mit der Energieverwertung durch die Zellen zusammenhängen.
Die Rolle von Eisen beschränkt sich jedoch nicht auf das Blut und den Sauerstofftransport. Gemäß den in der Europäischen Union zugelassenen gesundheitsbezogenen Angaben trägt Eisen zur normalen Funktion des Immunsystems sowie zur Aufrechterhaltung normaler kognitiver Funktionen bei, wie beispielsweise Prozesse im Zusammenhang mit Konzentration, Lernen und Informationsverarbeitung. Eine ausreichende Eisenversorgung ist auch im Zusammenhang mit Müdigkeit von Bedeutung. Darüber hinaus ist dieses Element auch am Prozess der Zellteilung beteiligt.
Eigenschaften von Sukrosom-Eisen
Sukrosom-Eisen ist keine neue Art von Eisen, sondern eine spezielle Art seiner „Verpackung“. Bei sukrosomalem Eisen befindet sich Eisen(III)-pyrophosphat im Inneren einer speziellen Hülle, die hauptsächlich aus Fettbestandteilen und aus Kohlenhydraten gebildeten Verbindungen besteht. Die so entstandene Struktur wird als Sukrosom bezeichnet. Vereinfacht gesagt lässt sie sich mit einer Schutzhülle vergleichen, die das Eisen von den Wänden des Magen-Darm-Trakts trennt.
Gerade diese Struktur unterscheidet diese Form von vielen herkömmlichen Präparaten. In anderen Nahrungsergänzungsmitteln findet man unter anderem Eisen(II)-sulfat, Eisen(II)-fumarat und Eisen(II)-gluconat. Nach dem Eintritt in den Verdauungstrakt setzen diese Verbindungen Eisen frei, das anschließend resorbiert werden kann. Im Sukrosom-Präparat bleibt Eisenpyrophosphat hingegen einen Teil des Weges lang von einer zusätzlichen Struktur umgeben. Diese schränkt seinen direkten Kontakt mit der Magen- und Darmumgebung ein.
Geschätzter Eisengehalt in einigen Lebensmitteln
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Produkt
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Eisen
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Rinderleber, gebraten – 3 Scheiben
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ca. 5 mg
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Gekochte Linsen – ½ Glas
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ca. 3 mg
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Gekochter Spinat – ½ Glas
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ca. 3 mg
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Geschmortes Rindfleisch – 1 kleine Portion
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ca. 2 mg
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(umgerechnet auf eine typische Portion)
Eisenquellen
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Das in der Ernährung vorkommende Eisen wird in Häm- und Nicht-Häm-Eisen unterteilt. Häm-Eisen ist in tierischen Produkten enthalten, vor allem in Fleisch und Innereien sowie in Fisch und Meeresfrüchten. Es ist Bestandteil von Hämoglobin und Myoglobin, also von sauerstofftransportierenden Proteinen, weshalb es vom Körper anders aufgenommen wird als Nicht-Häm-Eisen. Nicht-Häm-Eisen kommt sowohl in pflanzlichen Lebensmitteln wie Hülsenfrüchten, Getreideprodukten, Kernen, Nüssen und bestimmten Gemüsesorten als auch in einigen tierischen Produkten vor. Das den Lebensmitteln zugesetzte Eisen sowie das in den meisten Nahrungsergänzungsmitteln verwendete Eisen gehört ebenfalls zu den Nicht-Häm-Formen.
Auch Sukrosom-Eisen ist ein Nicht-Häm-Eisen. Trotz des Einsatzes einer Technologie zur Steigerung der Resorption sollte es nicht mit Häm-Eisen gleichgesetzt werden. Sukrosomales Eisen kann im Darm zusammen mit seiner Hülle resorbiert werden, teilweise über andere Wege als klassische Eisensalze. Nach der Resorption kann das Eisen durch Transferrin transportiert, von den Geweben verwertet oder unter anderem in Form von Ferritin gespeichert werden.
Die Verwertung von Eisen hängt von der Zusammensetzung der Mahlzeit ab
Vitamin C fördert die Eisenaufnahme, während bestimmte pflanzliche Inhaltsstoffe, z. B. Phytate, diese beeinträchtigen können. Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beträgt die Referenzaufnahme für Eisen 11 mg pro Tag für erwachsene Männer und Frauen nach der Menopause sowie 16 mg für Frauen vor der Menopause. Für schwangere und stillende Frauen wurden ebenfalls 16 mg pro Tag festgelegt.
„Sukrosomales Eisen ist keine eigenständige Eisenart, sondern eine spezielle Technologie zu seiner Verabreichung. Eisenpyrophosphat ist in einer Hülle eingeschlossen, die den direkten Kontakt des Elements mit dem Verdauungstrakt einschränkt und die Verträglichkeit des Präparats verbessern kann. Es handelt sich jedoch weiterhin um eine Form von Nicht-Häm-Eisen und sollte entsprechend dem tatsächlichen Bedarf eingenommen werden.“ Anna Zięba – Ernährungsberaterin
FAQ
Was ist Sukrosom-Eisen?
Es handelt sich um eine Form eines Nahrungsergänzungsmittels, bei der Eisen(III)-pyrophosphat in einer speziellen Hülle, dem sogenannten Sukrosom, eingeschlossen ist. Diese soll das Eisen vom Verdauungstrakt abschirmen und dessen Resorption beeinflussen.
Ist Sukrosom-Eisen besser resorbierbar als herkömmliches Eisen?
Einige Studien deuten auf eine gute Bioverfügbarkeit dieser Form hin, doch ihr Vorteil gegenüber allen klassischen Eisensalzen ist nicht in jeder Situation gleich. Dabei spielen die Dosierung, der Mangelzustand, die Ernährung und die individuelle Verträglichkeit eine Rolle.
Ist Sukrosom-Eisen magenfreundlicher?
Es kann von manchen Menschen besser vertragen werden, da seine Hülle den direkten Kontakt des Eisens mit der Schleimhaut des Magen-Darm-Trakts einschränkt. Das bedeutet jedoch nicht, dass Nebenwirkungen ausgeschlossen sind.
Ist Sukrosom-Eisen Häm-Eisen?
Nein. Es handelt sich weiterhin um Nicht-Häm-Eisen, auch wenn eine andere Technologie für die Zufuhr und Aufnahme verwendet wird.
Kann man Sukrosom-Eisen zusammen mit einer Mahlzeit einnehmen?
In der Regel ja, aber man sollte sich an die Empfehlungen des Herstellers des jeweiligen Präparats halten. Die Zusammensetzung der Mahlzeit kann die Verwertung des Eisens beeinflussen, und Vitamin C kann dessen Resorption steigern.
Können Kaffee und Tee die Eisenaufnahme verringern?
Ja. Die darin enthaltenen Polyphenole können die Aufnahme von Nicht-Häm-Eisen einschränken, daher ist es ratsam, einen zeitlichen Abstand zwischen der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und dem Genuss von Kaffee oder Tee einzuhalten.
Wer sollte eine Eisenergänzung in Betracht ziehen?
Vor allem Personen mit einem nachgewiesenen Eisenmangel oder einem erhöhten Eisenbedarf. Dies betrifft unter anderem einen Teil der menstruierenden Frauen, Schwangere, Personen, die eine Eliminationsdiät befolgen, sowie Personen mit Resorptionsstörungen. Idealerweise sollte der Entscheidung für eine Supplementierung eine Untersuchung des Blutbildes, des Ferritinspiegels und anderer Indikatoren des Eisenhaushalts vorausgehen.
Kann man Eisen vorbeugend einnehmen?
Das ist nicht immer eine gute Idee. Ein Überschuss an Eisen kann ebenfalls nachteilig sein, daher sollte eine Supplementierung ohne medizinische Indikation nicht routinemäßig erfolgen.
Was sind die Symptome eines Eisenmangels?
Dazu können Müdigkeit, Schwäche, blasse Haut, Konzentrationsschwäche, Belastungs Atemnot oder Herzklopfen gehören, doch diese Symptome sind nicht spezifisch. Die Diagnose eines Eisenmangels erfordert Laboruntersuchungen.
Kann Sukrosom-Eisen eine eisenreiche Ernährung ersetzen?
Nein. Ein Nahrungsergänzungsmittel kann die Ernährung ergänzen, ersetzt jedoch weder eine ausgewogene Ernährung noch die Diagnostik bei Verdacht auf einen Mangel.
Quelle:
- Gómez-Ramírez, S., Brilli, E., Tarantino, G., Girelli, D., & Muñoz, M. (2023). Sucrosomial® Iron: An Updated Review of Its Clinical Efficacy for the Treatment of Iron Deficiency. Pharmaceuticals (Basel, Switzerland), 16(6), 847. https://doi.org/10.3390/ph16060847
- Fabiano, A., Brilli, E., Mattii, L., Testai, L., Moscato, S., Citi, V., Tarantino, G., & Zambito, Y. (2018). Ex Vivo and in Vivo Study of Sucrosomial® Iron Intestinal Absorption and Bioavailability. International journal of molecular sciences, 19(9), 2722. https://doi.org/10.3390/ijms19092722
- Pantopoulos K. (2024). Oral iron supplementation: new formulations, old questions. Haematologica, 109(9), 2790–2801. https://doi.org/10.3324/haematol.2024.284967
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